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Kieren Hutchison
- NO ONE CAN HEAR YOU - GEHEMINSVOLLER FREMDER EXKLUSIV-INTERVIEW (2002)
GEHEIMINSVOLLER FREMDER

Kieren Hutchison spielt den geheimnisvollen Robert Player in "No One Can Hear You" - einem spannenden Thriller der in Neuseeland gedreht wurde. Er hat sich freundlicherweise bereit erklärt, einige Fragen zu seinem ersten Spielfilm zu beantworten.

"No One Can Hear You" ist Dein erster Spielfilm. Da es ein Independent Film ist, mußten wir sehr lange auf seine Veröffentlichung warten. Wie erfuhrst Du davon, daß der Film schließlich auf der großen Leinwand gezeigt werden sollte und wie hast Du darauf reagiert?
Ich war beigeistert davon, den Film auf der großen Leinwand zu sehen, weil ich, um ehrlich zu sein, erwartet hatte, daß er nur auf Video erscheint. Ich hörte davon, als ich in Sydney war, letztes Jahr, und ich wurde zur Premiere nach Taupo eingeladen.

Wie hat Dir Deine erste Premierenfeier gefallen? Auf den Fotos auf der Film Knights Homepage sieht es so aus, als ob Du und die anderen viel Spaß hattet.
Es hat Spaß gemacht. Eine nette Autofahrt mit Kate, Emily und meinem Kumpel Dean O'Gorman, der mit von der Partie war. Es fand alles in einem kleinen Rahmen statt. Der örtliche Radiosender veranstaltete einen Wettbewerb, wir signierten Poster, sprachen vor und nach der Vorstellung mit den Leuten. Taupo hat auch einige gute Bars, also gingen wir anschließend einen trinken.

Ist es anders für Dich, Dich auf der großen Leinwand zu sehen, im Vergleich dazu, Dich auf dem Fernsehbildschirm zu sehen?
Ja, es ist ziemlich konfrontierend. Da bist Du - massiv - und man kann dem nicht entkommen. Nach einer Weile kann man jedoch aufhören, daran zu denken, daß man es selber ist, und genießt einfach die Geschichte. Besonders, wenn ein Jahr oder mehr vergangen ist, seit Du den Film gemacht hast.

Du hattest keine direkten Dialogszenen mit Kelly McGillis oder Barry Corbin. Hattest Du Gelegenheit, sie am Set überhaupt zu treffen?
Absolut, alle treffen sich zu einer ersten Durcharbeitung des Drehbuchs. Es gab viele Gelegenheiten, wo wir alle am selben Tag am Drehort waren, selbst wenn wir keine Szenen zusammen hatten. Ich fand es hochinteressant, Kelly McGillis zu treffen. Ich erinnere mich gut an sie aus "Top Gun" und "Angeklagt" usw., daher war es interessant mit ihr darüber zu sprechen, was sie seitdem gemacht hat. Barry Corbin war großartig, überlebensgroß in vieler Hinsicht. Ich habe an einem Wochenende als sein inoffizieller Reiseleiter fungiert und ihm einige Nachtlokale in Auckland gezeigt.

In der ersten Hälfte des Films hat Dein Charakter wenig Kontakt zu anderen Menschen. War es schwer für Dich, zu Schauspielern ohne auf die Reaktion von anderen erwidern zu können?
Es war eine Herausforderung, die Dinge frisch und wirklich zu halten, wenn so viele dieser frühen Szenen jeweils zehn oder fünfzehn Sekunden lang waren. Ich musste sicher stellen, daß ich nicht einfach dasselbe machte oder es würde monoton werden. Zur gleichen Zeit war die Hauptanweisung, die John Laing mir gab, "geheimnisvoll" auszusehen. Das läßt sich nicht einfach auf viele verschiedene Arten machen! Aber die Zuschauer mussten bezüglich Roberts Motiven und Gedanken im Unklaren gelassen werden...

Zum Ende des Films hin, hing Dein Charakter kopfüber von der Decke. Das muß ziemlich unangenehm gewesen sein. Wie lange warst Du gezwungen, so zu verharren?
Ich hing nur für die Nahaufnahme kopfüber, in der mir mit der Taschenlampe ins Gesicht geleuchtet wird. Die übrige Zeit, wenn man mich im Hintergrund der Szene von Tom und Kate sieht... ist es ein Stuntman. Sehr nett von ihm, für mich diese Unannehmlichkeit auf sich zu nehmen, oder?

Wie war es, auf der großen Leinwand mit anzusehen, wie Du angeschossen wirst? Und wie oft mußtet Ihr diese Szene drehen? (Für mich sah es erschreckend realistisch aus)
Es war toll, es hat mir wirklich gefallen, auf der Leinwand angeschossen zu werden. Das geht zurück auf Spiele, die man als Kind gespielt hat, so zu tun, als ob man eine Kugel abbekommt. Als wir den Film drehten, hatte ich also eine Menge Übung. Wir haben es zweimal gedreht, denke ich. Beim ersten Mal sah es so aus, als wäre mein Arm abgerissen worden, also mussten wir es noch einmal machen, mit einer kleineren Explosion. Der 'Knallfrosch' ist eine kleine Explosionsladung mit einem Metallrücken, der einem unter der Kleidung auf den Körper geklebt wird. Es ist durchaus etwas schmerzhaft, wenn es losgeht, und es ist wirklich sehr laut, also ist nicht viel schauspielern erforderlich!

Ist irgendetwas interessantes oder lustiges am Set passiert, das Du gerne mit uns teilen würdest?
Ich weiß nich'... ich hatte einen großen Pickel auf meiner Nase, bei einigen der Nahaufnahmen der Telefonzellenszene... ich denke, das ist ziemlich lustig! Die armen Maskenbildner mussten Überstunden machen.


Exklusiv-Interview für kierenhutchison.de

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zember 2002 © kierenhutchison.de
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